Oberstufenschulhaus Weiden

Erweiterung Oberstufenschulhaus Weiden in Rapperswil-Jona

Die weitläufigen Erschliessungsflächen für den Unterricht nutzbar machen.

Das war der Anspruch als zentrales Thema im Neubau des Oberstufenschulhauses Weiden in Rapperswil-Jona.
Der Neubau liegt zwischen der Primar- und Oberstufenschule und fasst den bestehenden Pausenplatz räumlich.

Eine versenkte Doppelturnhalle wird auf zwei anliegenden Seiten flankiert von Räumen für die Lehrpersonen und die sehr knapp ausgelegte Erschliessung. Die Decke ruht auf einer umlaufenden Kolonnade aus Betonpfeilern, die dem eingesenkten Raum wiederum etwas Klassisches verleihen. Die Turnhalle prägt eine Rasterdecke, die Schulräume gliedern feine Unterzüge, die auch in den umlaufenden Balkonen sichtbar sind. Die Einsehbarkeit aller gemeinschaftlichen Räume im Erdgeschoss inklusive Lehrerzimmer wird im Sinne der gelebten Offenheit an der Schule geschätzt.

Die Tragstruktur stellt das Haus prominent zur Schau. Die Fensterrahmen und Fassadenelemente sind aus Holz konstruiert, was dem Bau einen Ausdruck von einer leichten, transparenten, Pavillon-Architektur verleiht. Vier Höfe bringen Licht in die zentrale Lernzone in den Obergseschossen, hier lernen die Schüler im Freien. Diese Lernzone dient hervorragend einem differenzierten Unterricht, wo selbstbestimmtes Arbeiten im Vordergrund steht. Mit wenigen und einfachen Mitteln erzielt der Bau eine räumliche Qualität. Viele Schüler nennen den Neubau „Universität“, was durchaus als Kompliment verstanden werden darf.

Bauherr
Stadt Rapperswil-Jona

Architekt
Karamuk*Kuo Architekten GmbH, Zürich

Auftragsumfang
Baumanagement Phase 31 - 53

Bausumme
CHF 24.0 Mio (BKP 1-9)

Fertigstllung
2017